Hessische Topläufer beim Cross im Biebricher Schlosspark
  19.11.2018 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Herbstzeit ist Crosslauf-Zeit. Dass Starts auf dem Querfeldeingeläuf bei Mittel- und Langstrecklern zu einem sinnvollen und zielgerichteten Aufbau für die Saison 2019 einfach dazugehören, konnte man bei der bereits 27. Auflage des Waldsträßer Crosslaufes in Wiesbaden beobachten.

Rund 230 Teilnehmer in zehn Läufen, darunter diverse (hessische) Spitzenkräfte, sorgten auf dem kräftezehrenden Kurs im weitläufigen Park des Biebricher Schlosses für eine gute Resonanz. Fangen wir bei den Damen an. Schnellste Läuferin über 3.000 Meter war eine B-Jugendliche: Anna Schösser (Königsteiner LV) hängte auch die deutlich älteren Gegnerinnen ab und stürmte in 10:33 Minuten als Erste über die Ziellinie. Ihr dicht auf den Fersen waren Frauensiegerin Julia Pieper (10:37) sowie Miriam Ruoff (2. WJB/10:41) - beide vom TV Waldstraße Wiesbaden. Nach nur knapp 50 Minuten Regenerationsphase stand Anna Schösser erneut an der Startlinie. Diesmal beim sogenannten Cross-Sprint. Hier machte es der Schützling von HLV-Kadertrainer Benjamin Stalf aber spannender. Nach 850 Metern hatte sie mit 2:36 Minuten lediglich eine Sekunde Vorsprung vor Olivia Gürth (Diezer TSG Oranien) und ihre Kaderkollegin Lara Tortell (TV Rendel/2:46). 

Schnellster männlicher „Cross-Sprinter“ war Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau). Der U20er hielt mit 2:12 Minuten Männersieger Dennis Biederbick (Wiesbadener LV/2:20) sicher in Schach. Dass auch Läufer aus dem DLV-Perspektivkader den Cross zur Formüberprüfung nutzen, belegt der Start von Marc Reuther (Wiesbadener LV). Der 800-Meter-Spezialist (Bestzeit 1:45,22) lief für seine Verhältnisse mit 3.000 Metern der Männer fast schon eine Langstrecke. Das Wintertraining passt aber anscheinend, setzte sich Reuther in starken 8:54 Minuten doch gegen Mohamed Bassou (TV Waldstraße Wiesbaden/8:58) durch. Lars Wagner (USC Mainz) blieb als Dritter mit 9:02 Minuten nur knapp über der Neun-Minuten-Marke. Nur einen Wimpernschlag später war mit Max Grabosch (SSC Hanau-Rodenbach/9:08) der beste U18er im Ziel.

Auf der Männer-Langstrecke (6.000 Meter) trug sich nach 18:28 Minuten Marvin Heinrich in die Siegerliste ein. Der junge Mann vom Wiesbadener LV hielt Marko Arthofer (LG VfL/SSG Bensheim/19:17) sicher auf Distanz.

Die komplette Ergebnisliste ist hier abrufbar.