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Hannelore Herrmann zum 70. Geburtstag


Hannelore Herrmann (Foto: Lothar Schattner)

Seit fünf Jahrzehnten leistet sie wertvolle Arbeit im Hessischen Leichtathletik-Verband und organisiert noch immer den Wettkampfbetrieb der Nordhessen. Am Dienstag, 9. Januar, feiert Hannelore Herrmann aus Wellerode, einem Ortsteil der Gemeinde Söhrewald, ihren 70. Geburtstag. Und nach wie vor ist die ehemalige Athletin von den Schauplätzen der olympischen Kernsportart nicht wegzudenken und eine zentrale Figur der heimischen Leichtathletik. Die gelernte Verwaltungsangestellte entdeckte früh, dass der Sport in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen wird. Als junge Turnerin war sie Mitglied der Landesliga-Mannschaft der ACT Kassel und wechselte 1966 zu den Leichtathleten des KSV Hessen Kassel. Lang ist die Liste ihrer sportlichen Erfolge - mit der hessischen Juniorenmeisterschaft 1967 über 200 Meter Hürden bis zum dritten Rang über 300 Meter Hürden bei der Senioren-EM 1998 in Cesenatico (Italien/W50). Über 100 Meter Hürden lief sie im Mai 1998 in Baunatal 19,68 Sekunden, diese Leistung ist auch noch 20 Jahre später eine hessische Senioren-Bestleistung. Ihre persönlichen Rekorde im Hoch- und Weitsprung: 1,58 und 5,05 Meter.

Bereits 1970 übernahm Hannelore Herrmann voller Elan ehrenamtlich Verantwortung. Seither tragen die nordhessische Bestenliste sowie die hessischen Senioren-Bestenliste ihre Handschrift. „Ich hatte schon immer Interesse an Zahlen und Daten.“ Nach der Auflösung der Bezirke im Jahr 2000 übernahm sie die Position der Koordinatorin für die Region Nord und somit die Verantwortung für die Organisation der Titelkämpfe. Neben vierzehn Askina-Sportfesten wirkte die vielbeschäftigte Funktionärin federführend bei den deutschen Meisterschaften 2011 und 2016 sowie fünf deutschen Hochschul-Meisterschaften im Kasseler Auestadion mit.

„Neben der Verbandsarbeit macht mir der Umgang mit jungen Leuten sehr viel Spaß“, sagt Hannelore Herrmann. Von HLV-Vizepräsident Peter Grunwald wird sie als motivierend und durchsetzungsfähig sowie als stets einsatzbereit, gewissenhaft und verbindlich korrekt beschrieben. Trotz des großen Engagements in der Leichtathletik blieb noch Zeit für die Mitarbeit in der Kirchengemeinde Wellerode sowie als Synodale im Kirchenkreis Kaufungen.

Wer wie die verheiratete Mutter eines Sohnes mit und für den Sport lebt, erhält viele Auszeichnungen. So sind die Ehrennadeln in Gold des Hessischen- und des Deutschen Leichtathletik-Verbandes sowie die Sportplakette der Stadt Baunatal und der Ehrenbrief des Landes Hessen die sichtbare Anerkennung eines halben Jahrhunderts Wirken im Sport. Ihren Ehrentag verbringt die Jubilarin im engsten Familienkreis in ihrem Urlaubsdomizil auf der Nordsee-Insel Texel. (zct)

 


07.01.2018