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Kassel und Frankfurt: Marathon-Herbst in Hessen


Winfried Aufenanger, links, mit Werbeplakaten für den Kassel-Marathon (Foto: Veranstalter)

Der Marathon-Herbst naht, und zwei Veranstaltungen in Hessen sind mittendrin. Am 1. Oktober wird in Kassel gelaufen, am 29. Oktober folgt Frankfurt. Zweimal Marathon, zwei unterschiedliche Events. Auch wenn der frühere Marathon-Bundestrainer und langjährige Kassel-Macher Winfried Aufenanger seit Jahren alles tut, um im Norden noch mehr zu bewegen - in der ersten Liga spielt er nicht. Wie in einigen anderen Städten, etwa in Köln und in Mainz, wird das sponsorengewinnende Label Marathon zwar im Namen geführt, die Realität sieht jedoch anders aus: So erreichten im Vorjahr beim zehnten Geburtstag in Kassel 419 Finisher nach 42,195 Kilometern das Ziel, die anderen Teilnehmer verteilten sich auf den Halbmarathon, den Mini-Marathon und Rahmenwettbewerbe. Die Meldefrist in Kassel endet am 20. September, bis dato kostet ein Marathonstart 60 Euro und ein Halbmarathonstart 42 Euro. Kostenfrei ist die Teilnahme am Mini-Marathon (4,2 Kilometer) für Kinder und Jugendliche, und wohl auch deshalb hat Kassel in dieser Challenge mehr Teilnehmer als Frankfurt. Am Sonntag, 1. Oktober, wird in der Damaschkestraße unweit des Auestadions gestartet - um 9.15 Uhr der Halbmarathon, um 10 Uhr der Marathon -, das Ziel befindet sich im Auestadion.


Katharina Heinig bei der WM in London (Foto: Jens Priedemuth)

Mehr als regionale Strahlkraft entfaltet vier Wochen später der Frankfurt-Marathon. In den ältesten deutschen Stadtmarathon eingebunden sind die deutschen und hessischen Meisterschaften. Durch die Straßenschluchten der Mainmetropole wird zum 36. Mal gelaufen, und traditionell ist (inter)nationale Klasse am Start. Aus hessischer Sicht die WM-Teilnehmerin Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt). Die 28-Jährige trifft unter anderen auf Fate Tola, die in Gelnhausen wohnt und für die LG Braunschweig startet. Katharina Heinig will in Frankfurt schneller sein als im August in London, wo sie nach 2:39:59 Stunden als 39. das Ziel erreichte. „Meine Vorfreude ist riesig. Es ist cool, wenn man jede Ecke der Stadt kennt. Als Pacemekerin und in Staffeln war ich schon einige Male dabei, nun aber erstmals über die volle Marathondistanz“, sagt die Tochter der dreimaligen Frankfurt-Gewinnerin und heutigen Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig. Die Bestzeit von Katharina-Heinig steht bei 2:28:34 Stunden (Berlin 2016). Fate Tola, im vergangenen Jahr Zweite in Frankfurt, hat einen Hausrekord von 2:25:14 Stunden (2012).

Im Männerrennen dürfte die Aufmerksamkeit dem deutschen Rekordhalter Arne Gabius gelten. Der 36-Jährige hat seit seinem deutschen Rekord in Frankfurt 2015 (2:08:33) kaum etwas Nennenswertes auf den Asphalt gebracht, im Fokus steht er trotzdem. An der Spitze dürften wieder Kenianer das Rennen machen. Denn Renndirektor Jo Schindler hat in Vorjahressieger Mark Korir, Martin Kosgey und Cybrian Kotut die Bestplatzierten von 2016 erneut verpflichtet. Gestartet wird am 29. Oktober um 10 Uhr vor dem Messetrum, und wer noch dabei sein möchte, muss derzeit 95 Euro bezahlen.

Uwe Martin

 


15.09.2017