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Claudia Salman-Rath WM-Zehnte im Weitsprung, Homiyu Tesfaye scheidet im Halbfinale aus


Claudia Salman-Rath während des Weitsprung-Finales (Foto: Jens Priedemuth)

Es war nicht der Freitagabend der beiden Frankfurter Starter bei der WM in London. Claudia Salman-Rath verpasste im Weitsprung den Endkampf um zwei Zentimeter, Homiyu Tesfaye schied im 1.500-Meter-Halbfinale chancenlos aus. Dabei kam die 31-Jährige Claudia Salman-Rath bei ihrem insgesamt neunten Auftritt im Olympiastadion nur ganz schwer in den Wettkampf. 6,39 und 6,29 Metern folgten im dritten Versuch auf 6,54 Meter. Das reichte nicht, als Achte qualifizierte sich die Nigerianerin Blessing Okagbare-Ighoteguonor ( 6,55) für den Endkampf. Die Siebenkämpferin und Weitspringerin von der LG Eintracht Frankfurt wurde Zehnte. Ihren insgesamt vierten WM-Titel nach 2009, 2011 und 2013 gewann die 30-jährige US-Amerikanerin Brittney Reese (7,02), Silber und Bronze gingen an die unter neutraler Flagge startende Russin Darya Klishina (7,00) und Titelverteidigerin Tianna Bartoletta (USA/6,97). „Ich kam schlecht in den Wettkampf. Vielleicht hatte ich etwas zu viel Ruhe. Das Mannschaftshotel wird immer leerer. Die ersten beiden Sprünge haben sich schlecht angefühlt, im dritten habe ich mich endlich wieder getroffen. Vorher war das Finale das Ziel, jetzt sage ich: Der Endkampf war drin. Ich hätte gerne meinem Trainer Uli Knapp noch mehr zurückgegeben“, sagte die Frankfurterin nach dem Wettkampf


Homiyu Tesfaye verabschiedete sich im Halbfinale (Foto: Jens Priedemuth

Im zweiten, schnelleren Halbfinalrennen über 1.500 Meter ging es für Tesfaye um einen Platz unter den besten sieben. Doch es reichte nicht für das Finale. Noch vor rund drei Wochen hatte der gebürtige Äthiopier in Monaco mit 3:33,47 Minuten starke Form gezeigt - in London ging nicht viel. Nicht nur auf den letzten Metern fehlte der Kick für den Spurt, um sich im Kampf um die vorderen Plätze ins Spiel zu bringen. Als Zehnter in 3:39,72 Minuten war Tesfaye chancenlos. Nach dem Halbfinal-Aus sagte er: „Ich habe mich von Anfang an sehr schwer gefühlt. Zumindest einen Platz unter den Zeitschnellsten hätte ich mir gewünscht. Meine Beine waren fest. Nach dem Vorlauf konnte ich nicht zu den Physios, weil sie krank sind und uns nicht anfassen durften. Ich habe auch nicht so gut geschlafen. Ich möchte mich langfristig auf die EM vorbereiten und dort eventuell die längeren Strecken 5.000 und 10.000 Meter angehen. Meine Ausdauer ist gut. Warum soll ich keine andere Strecke versuchen? Vielleicht sind dort EM-Medaillen möglich.“ (tin.)

 


12.08.2017