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Kathrin Klaas im WM-Finale, Marc Reuther mutig


Kathrin Klaas hat das Hammerwurf-Finale erreicht (Foto: Jens Priedemuth)

Am zweiten Tag der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London waren zwei der insgesamt neun hessischen Teilnehmer in der Qualifikation beziehungsweise im Vorlauf am Start. Dabei musste Hammerwerferin Kathrin Klaas bis zum letzten Wurf um den Einzug ins Finale am Montag, 7. August, 20 Uhr, zittern. Dann stand fest: 70,33 Meter, erzielt im dritten Versuch, reichten der 33-Jährigen von der LG Eintracht Frankfurt. Kathrin Klaas war nach einer von Verletzungen geprägten Vorbereitung rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt in Schwung gekommen und zeigte im Olympiastadion ihr zweitbestes Saisonresultat. Die WM-Sechste von 2015 steht bei ihrer siebten Weltmeisterschaft damit zum dritten Mal im Finale. „Ich habe über die Saison mit allem gekämpft, was möglich war und zwischenzeitlich gezweifelt, dass ich es hierher schaffe. In der Vorbereitung habe ich mir noch zweimal die Brustwirbelsäule zerschossen. Ich habe die Technik etwas umgestellt, damit der Rücken nicht so belastet ist. Ich bin froh, dass ich durch bin. Am Montag geht es weiter. Ich habe im Training schon über 73 Meter geworfen. Es kann klappen, muss aber nicht“, sagte die Polizeikommissarin.


Marc Reuther vor seinem ersten WM-Rennen (Foto: Jens Priedemuth)

Marc Reuther vom Wiesbadener LV hat bei seinem WM-Debüt ein äußerst couragiertes 800-Meter-Rennen gezeigt. Der 21-Jährige führte in seinem Vorlauf von Beginn an und bis etwa 70 Meter vor dem Ziel. Dann zogen die Favoriten um den Weltjahresbesten Emmanuel Kipkurui Korir (Kenia/1:47,08), Michal Rozmys (Polen/1:47,09), Thiago Andre (Brasilien/1:47,22) und Alex Amankwah (Ghana/1:47,56) vorbei. Letztlich reichte weder Platz fünf in seinem Rennen noch die Zeit von 1:47,78 Minuten, um das Halbfinale zu erreichen. Denn nur die ersten Bestplatzierten jedes Vorlaufs und weitere Zeitschnellste kamen eine Runde weiter. „Ich wollte nicht hinten warten und nur gucken, was passiert. Ich habe alles probiert, aber am Ende war es schwer, weil immer mehr Leute an mir vorbeigegangen sind und meine Beine schwer wurden“, sagte Reuther im ARD-Interview. Bei leichtathletik.de wird der Dritte der U23-EM so zitiert: „Es ist ein Vorlauf-Aus, mit dem ich leben kann. Es fehlt noch etwas, um so ein Rennen bei einer internationalen Meisterschaft zu gewinnen. Aber ich habe eine gute Basis gelegt für die Heim-EM im nächsten Jahr.“

Uwe Martin

 


05.08.2017