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U23-EM: Bronze für Reuther, Schmidt Staffelvierter, Hutterer mit Bestleistung Zehnkampf-Siebter


Marc Reuther (Foto:IRIS)

Marc Reuther vom Wiesbadener LV hat bei der U23-EM in Bydgoszcz (Polen) über 800 Meter die Bronzemedaille gewonnen und damit sein Minimalziel erreicht. Im Finale, das von taktischen Schiebereien und einem Sturz geprägt war, lief der 21-Jährige in 1:48,66 Minuten hinter dem Schweden Andreas Kramer (1:48,15) und dem Briten Daniel Rowden (1:48,16) ins Ziel. Reuther hatte sich als Vorlaufzweiter in 1:49,71 für den Endlauf qualifiziert, zumal mit 1:45,22 Minuten die beste Vorleistung erzielt. „Der Plan war eigentlich, nach 500 Metern nach vorne zu gehen und einen langen Spurt zu ziehen. Aber dafür war meine Position nicht gut genug. Ich war ziemlich blockiert und da das Tempo nicht hoch war, konnten die anderen Läufer auch spurten. Darum bin ich froh, dass es noch zu Bronze gereicht hat“, sagte Reuther. Die 4x400-Meter-Staffel mit dem deutschen U23-Meister Constantin Schmidt (TG Obertshausen) wäre mit Bronze super glücklich gewesen. Doch der kämpferische Einsatz und 3:05,65 Minuten ergaben im Ergebnistableau den undankbaren vierten Platz hinter Großbritannien (3:03,65), Polen (3:04,22) und Frankreich (3:05,24). Zehnkämpfer Dennis Hutter vom ASC Darmstadt zeigte starke Leistungen und steigerte seine persönliche Bestleistung um elf Zähler auf 7.780 Punkte. Das bedeutete Platz sieben.


Dennis Hutterer (Foto: IRIS)

Der 21-jährige Hutterer hatte den Wettkampf mit soliden 11,02 Sekunden über 100 Meter begonnen, im Weitsprung (7,17 Meter) folgte die erste persönliche Bestleistung in einer Einzeldisziplin. Mit 14,23 Metern im Kugelstoßen blieb der Südhesse auf Kurs, nach dem Hochsprung (1,99 Meter) war er schließlich Fünfter der Gesamtwertung. Und schneller als 50,05 Sekunden über 400 Meter ist er zuvor in einem Zehnkampf auch noch nicht gewesen. Hutterer übernachtete als Sechster. Und am nächsten Morgen ging es gleich wieder flott los - 14,91 Sekunden als Gewinner seines Laufs bedeuteten eine weitere persönliche Bestleistung. Wie auch sein weitester Diskuswurf auf 47,14 Meter, der ihn auf Gesamtrang vier nach vorne brachte. Im Stabhochsprung (4,60 Meter) stellte der Schützling von Reiner Liese seinen Hausrekord ein. Die 7.800-Punkte-Marke war in Reichweite. Doch die Zeit über 1.500 Meter (4:43,40 Minuten) reichte nicht ganz. „Ich wäre gern 4:40 Minuten gelaufen, um die 7.800 Punkte noch zu schaffen. Das hat leider nicht geklappt. Auf den letzten 200 Metern ging einfach nichts mehr“, sagte Hutterer. Den Titel gewann der favorisierte Tscheche Jiri Sykora (8.084 Punkte), Silber und Bronze gingen an Frederik Samuelsson (Schweden/8.010 Punkte) und den Finnen Elmo Savola (7.956 Punkte)


Constantin Schmidt bei der Stabübergabe (Foto: IRIS)

Die deutsche 4x400-Meter-Staffel war nach dem Vorlauf umgestellt worden, anstelle von Jakob Krempin (TSG Bergedorf) lief Maximilian Grupen (LV Erzgebirge) im Finale auf Position zwei. Startläufer war Fabian Dammermann (LG Osnabrück), an drei und vier wurden Florian Weeke (LT DSHS Köln) und Schmidt eingesetzt. Letztlich fehlten zu Bronze 41 Hundertstel, auch wenn die Verbesserung im Vergleich zum Vorlauf mehr als eine halbe Sekunde betrug. Der 21-jährige Schmidt wurde im Finale mit einer „fliegenden“ Zeit von 45,87 Sekunden gestoppt, er war also sehr gut in Form. Für seinen Heimtrainer Robert Schieferer, der auch die 400-Meter-Hürdenläuferin Eileen Demes vom TV Neu-Isenburg betreut, sind nun in den vergangenen Jahren „deutlich zu viele vierte Plätze“ bei internationalen Nachwuchsmeisterschaften zusammengekommen. Demes wurde 2013 bei der U18-WM 2013 Vierte, ebenso bei der U20-WM 2016 über die Langhürdendistanz und mit der deutschen 4x400-Staffel. Nun lief auch Schmidt auf den Platz direkt hinter der Medaille …

Uwe Martin

 


17.07.2017