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Mehrkampfmeeting in Bernhausen: Marshella Foreshaw löst U18-WM-Ticket


Marshella Foreshaw (Foto: Iris Hensel)

Das Mehrkampf-Meeting in Bernhausen war einmal mehr in seiner langjährigen Geschichte Austragungsort eines Qualifikationswettkampf für internationale Aufgaben. Aus Hessen wird ein Duo die Gemeinde in Baden Württemberg in guter Erinnerung behalten. Marshella Foreshaw (Königsteiner LV) kann sich nach zwei harten Tagen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften der U18 nächsten Monat in Nairobi (Kenia) freuen. Der Druck war groß, um ein Ticket im Siebenkampf (ein Erreichen der 5.400-Punkte-Marke vorausgesetzt) für die Titelkämpfe in Ostafrika zu lösen, zumal die nationale Elite komplett am Start war. Trotz ihrer erst 16 Jahre kam Marshella mit dem „Stress“ bestens klar und löste als Zweite mit 5.465 Punkten die WM-Fahrkarte. In der Auftaktdisziplin 100 Metern Hürden markierte Marshella solide 14,08 Sekunden. Beim Hochsprung ließ die Zehntklässlerin mit 1,54 Metern dann zwar ein paar Zentimeter liegen, blieb aber im WM-Fahrplan. Wegen leichter Probleme mit dem Fuß wurde das Sprungtraining in den letzten beiden Wochen etwas runtergefahren. Einen echten Kracher haute der Schützling von Trainerin Melanie Zecha dann im Kugelstoßen raus. Mit überragenden 14,96 Metern steigerte Marshella ihren eigene (erst knapp einen Monat alte) Bestmarke um fast einen Meter. Der erste Wettkampftag endete dann mit der Tagesbestzeit von 24,84 Sekunden über 200 Meter, wobei hier der Rückenwind etwas zu stark anschob.

Marshella läutete den zweiten Tag mit 5,63 Metern bei der Weitenjagd ein und warf dann den Speer auf 34,80 Meter. Damit war die Kaderathletin zwar nicht ganz so glücklich, doch der Weg zur WM war geebnet. Nur noch die 800 Meter passabel bestehen, dann würde dem Trip nach Kenia nichts mehr im Wege stehen. So kam es dann auch. Starke 2:24,29 Minuten standen nach zwei Runden bei brütender Hitze zu Buche. Nach ihrem Triumph letzten Monat bei den „Hessischen“ in Darmstadt (damals im „nationalen“ Siebenkampf) überbot die KLVlerin nun auch im „internationalen“ Siebenkampf (hier werden 200 statt 100 Meter gelaufen) erneut sicher die Marke von 5.400 Punkten.



Dennis Hutter (Foto: Iris Hensel)

Für die kontinentalen Titelkämpfe der U23 in Bydgoszcz (Polen) kann wohl Dennis Hutterer planen. Der Zehnkämpfer im Trikot des ASC Darmstadt machte es sehr spannend, schob sich erst über die abschließenden 1.500 Meter mit 7.769 Punkten auf Rang drei und damit auf einen Nominierungsplatz vor. Am ersten Tag brachte der ASCler 10,89 Sekunden (100 Meter), 6,97 Meter (Weitsprung), 14,68 Meter (Kugel), 1,99 Meter (Hochsprung) sowie 50,74 Sekunden (400 Meter) in die Wertung ein. Die „zweite Halbzeit“ begann der von Reiner Liese betreute Zehnkämpfer mit 15,08 Sekunden (110 Meter Hürden), gefolgt von 48,31 Meter im Diskusring, 4,40 Meter mit dem Stab sowie 53,09 Metern im Speerwerfen. Nach neun Disziplinen sah es bei den Junioren im Kampf um die Tickets ganz eng aus. Doch Dank einer Steigerung von knapp 18 (!) Sekunden über 1.500 Meter auf 4:38,15 Minuten hatte Hutterer das Glück der Tüchtigen auf seiner Seite und kann nun für die EM planen.

Felix Bornhofen (ebenfalls ASC/U18) verletzte sich leicht beim Hürdensprint, landete dann später beim Stabhochsprung noch unsanft auf der Bahn und stieg vorzeitig aus dem Wettkampf aus. Andreas Bechmann (LG Eintracht Frankfurt) beendete den Zehnkampf in seinem ersten U20-Jahr mit der „PB“ von 7.048 Zählern auf Position acht. Für Vanessa Grimm (LG Reinhardswald) wurden in der U23 nach zwei Tagen die neuen Bestmarke von 5.590 Punkten und Rang vier notiert. Mit von der Partie im Siebenkampf der U18 waren noch zwei junge Hessinnen, die sich bestens präsentierten. Lara Kohlenbach (Königsteiner LV) steigerte sich gegenüber den Landesmeisterschaften um mehr als 200 Zähler. Als Dritte gingen für die beste Athletin des Jahrgangs 2001 starke starke 5.238 Punkte in die Wertung ein. Zum „Club der 5000er“ gehört auch Anissa Tammaoui (Wiesbadener LV/ebenfalls 2001) mit 5.019 Punkten als Fünfte der U18.

Jens Priedemuth

 


12.06.2017