Sponsoren HLV Logo

Berglauf DM: Comeback für Sarah Kistner


Sarah Kistner (MTV Kronberg) wird bei der Berglauf-EM nächsten Monat in Slowenien wieder einmal im DLV-Outfit unterwegs sein.
(Foto: Priedemuth)

Sie hat es geschafft. Sarah Kistner feierte bei den deutschen Berglauf-Meisterschaften in Bayerisch Eisenstein ein glanzvolles Comeback. In ihrem ersten Jahr in der Frauenklasse setzte sich die Läuferin im Trikot des MTV Kronberg problemlos gegen die nationale Konkurrenz durch. Kistner fiel nach ihrem Triumph sicherlich ein Stein vom Herzen. Nach einer Fußverletzung im Wintertraining, die sich als extrem hartnäckig herausstellte, musste die Bundeskaderathletin alle Cross-, Straßen- und Bahnrennen streichen. In den letzten Monaten spulte Kistner deshalb mehr Kilometer mit dem Mountainbike als in Laufschuhen ab. Das alternative Training schlug anscheinend bestens an. Die 20-jährige Mathematikstudentin aus dem Taunus hatte die 13,8 Kilometer lange Strecke hinauf auf den Gipfel des Hohen Arbers, auf der auch noch anspruchsvolle 887 Meter Höhendifferenz zu bewältigen waren, in 1:06:17 Stunden hinter sich gebracht. Gesa Bohn (LAC Quelle Fürth) war als Gesamtzweite fast vier Minuten länger unterwegs und stellte für die Kronbergerin nie eine Gefahr dar. Nachdem der Zug für die U23-Europameisterschaften (Bahn) in Polen für die MTVlerin Aufgrund der Verletzung abgefahren war, gilt nun ihre volle Konzentration der Berglauf-EM Anfang Juli im slowenischen Velika Planina.

Kerstin Bertsch (SSC Hanau Rodenbach) belegte mit 1:13:29 std. Rang acht. Simone Raatz (ASC Darmstadt/11. Gesamtwertung) wurde nach 1:16:23 std. Zweite der W-40, was Elena Glüber (LT Speeketze Marbach) mit 1:25:50 std. auch in der U20 gelang. Altersklassensiege gab es im Grenzgebiet zu Tschechien noch für Alexandra Rechel (ASC/1:17:31 std.) in der W-45 sowie Conny Wagener (LC Eschenburg/1:26:36 std.) bei den Seniorinnen der W-60. Bester hessischer Mann in Niederbayern war Davor Aaron Bienenfeld (SSC Hanau Rodenbach/4. Gesamt) mit 59:30 min. Thomas Kühlmann (LG Wettenberg/6.) folgte wenig später mit 1:01:39 std. Uli Steidl (SSC/1:04:32 std.) ließ bei den M-45ern nichts anbrennen, Teamkollege Markus Riefer (1:11:48 std.) hatte in der M-50 die Nase vorne.
In der Mannschaftswertung setzte sich die erste SSC-Garnitur (Bienenfeld, Seibert, Harland) mit 3:07:10 std. durch. Durch den SSC II (3:17:47 std.) ging auch Team-Bronze nach Hessen.

Jens Priedemuth

 


12.06.2017